Die Bildungsabstinenz der Arbeiter

Eine soziologische Untersuchung

Specificaties
Paperback, 192 blz. | Duits
Springer Berlin Heidelberg | 1966e druk, 1967
ISBN13: 9783540796657
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Springer Berlin Heidelberg 1966e druk, 1967 9783540796657
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Samenvatting

Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist die »Bildungs­ abstinenz« der Arbeiter. Die Untersuchung hat das Ziel, die Griinde zu ermitteln, warum Arbeiter von ihrem Recht auf Bil­ dung einen so geringen Gebrauch machen. Diese Frage stand am Anfang der von Prof. Dr. Ralf Dahrendorf, Ph. D. , ange­ regten bildungssoziologischen Untersuchungen des Tiibinger Soziologischen Seminars. Die »Bildungsabstinenz der Arbeiter« ist die einzige schichtspezifische Arbeit, die in diesem Rahmen erstellt wurde. Sie versucht, die Hindemisse sichtbar werden zu lassen, die dem Bildungsaufstieg begabter Arbeiterkinder im Wege stehen. Die Arbeit solI aber auch eine Antwort darauf geben, warum diese Schranken sich als so hartniickige Aufstiegs­ hemmnisse erweisen. Die zentrale Frage, ob es sich bei der »Bildungsabstinenz« der Arbeiter um eine gewollte oder unge­ wollte Abstinenz handelt, soll- urn einem weitverbreiteten MiB­ verstiindnis entgegenzuwirken - gleich hier beantwortet werden: Die Bildungsabstinenz der Arbeiter ist nicht selbstgewollt, son­ dem beruht auf einem unfreiwilligen Verzicht. Die Untersuchung ging von verschiedenen Hypothesen aus, die an Hand des empirischen Materials modifiziert und er­ weitert wurden. Die Analyse basiert auf Interviews von In­ dustriearbeitem. Einzelheiten zur Methode der empirischen Untersuchung werden im Anhang erliiutert. Dort findet sich auch der den Interviews zugrunde gelegte Leitfaden. Reform­ vorschliige zur Veranderung der gegenwiirtigen Bildungssitua­ tion der Arbeiter werden in einem eigenen Kapitel zur Diskus­ sion gestellt. Miinchen, im Friihjahr 1966 Susanne Grimm INHALT I. Problemstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 1. Die objektive Bildungssituation . . . . . . . . . . . 9 2. Das Problem und die verschiedenen ErkHirungsversuche 11 3. Der Ansatz der vorliegenden Untersuchung. . . . . .

Specificaties

ISBN13:9783540796657
Taal:Duits
Bindwijze:paperback
Aantal pagina's:192
Uitgever:Springer Berlin Heidelberg
Druk:1966

Inhoudsopgave

I. Problemstellung.- 1. Die objektive Bildungssituation.- 2. Das Problem und die verschiedenen Erklärungsversuche.- 3. Der Ansatz der vorliegenden Untersuchung.- II. Zur Phänomenologie von Aufstieg und Bildung.- 1. „Aufstieg“ im Bewußtsein der Industriearbeiter.- a) Die verschiedenen Aufstiegsvorstellungen.- b) Der Stellenwert der Schule im Aufstiegsbewußtsein der Arbeiter.- c) Die Beurteilung der allgemeinen Aufstiegssituation.- d) Die Beurteilung der eigenen Aufstiegsmöglichkeiten.- e) Die Aufstiegswünsche für das Kind.- 2. „Bildung“ im Bewußtsein der Industriearbeiter.- a) Die verschiedenen Bildungsvorstellungen.- b) Die Rolle von Schule und Elternhaus.- 3. Die Interdependenz von Aspirationsniveau, Aufstiegs- und Bildungs-vorstellungen.- III. Das Für und Wider der These von den „fehlenden finanziellen Mitteln“.- 1. Die objektive Situation.- a) Schulgeld- und Lernmittelfreiheit - Theorie und Wirklichkeit.- b) Die Stipendien-Situation.- 2. Die finanzielle Lage in der Perspektive der Arbeiter.- 3. Bildung - ein fremder Investitionsbereich.- 4. Die „unsichtbaren Klassenschranken“.- IV. Die Informationsdistanz.- 1. Zum Begriff der „sozialen Distanz“.- 2. Soziale Distanz als „Informationsdistanz“.- 3. Die Informationsdistanz im Bildungsbereich.- 4. Die Informationsdistanz im Berufsbereich.- 5. Die Interdependenz von Aspirationsniveau und Informationsdistanz.- V. Die affektive Distanz.- 1. Soziale Distanz als „affektive Distanz“.- 2. Das „Gesellschaftsbild“ der Arbeiter.- 3. „Ursachen“ der affektiven Distanz.- a) Die „Ekelschranke“.- b) Die Moralitätsdistanz.- c) Die Bildungsdistanz.- d) Die Vermögensdistanz.- 4. Die affektive Distanz gegenüber den Bildungsinstitutionen.- 5. Die Interdependanz von Aspirationsniveau und affektiver Distanz.- VI. Das Für und Wider der These von der „fehlenden langfristigen Planung“.- 1. Das Vorstellungsmuster vom „proletarischen Lohndenken“.- 2. Wo dieses Muster nicht mehr gilt.- 3. Bildung - ein Residualbereich.- 4. Die Interdependenz von Aspirationsniveau und Bildungsplanung.- VII. Das Aufstiegsverhalten und seine sozialen Determinationen.- 1. Bildungsaufstieg als „abweichendes Verhalten“.- 2. Das Syndrom des „abweichenden Bildungsverhaltens“.- 3. Die sozialen Determinationen des „abweichenden Bildungsverhaltens“.- VIII. Sozialpolitische Folgerungen.- 1. Mittel und Wege zur Mobilisierung des elterlichen Bildungsinteresses.- a) Bildungswerbung.- b) Bildungsermutigung.- c) Bildungsfinanzierung.- d) Bildungsangebot.- 2. Mittel und Wege zur Förderung des Bildungsaufstiegs der Kinder.- a) Der Schulkindergarten.- b) Die Förderstufe.- c) Die Tagesschule.- Methodologische Bemerkungen.- Leitfaden für die Interviews.- Bibliographie.- Personenregister.
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